10.04.2026, 09:00
Der Erdölpreis gilt immer noch als die Fieberkurve der Weltwirtschaft. Die vergangenen Wochen haben zudem gezeigt, dass er auch die Fieberkurve des politischen Aktionismus abbildet. Der Hintergrund ist klar: Tanken war und ist so teuer, wie schon lange nicht mehr. Der israelisch-amerikanische Angriff auf den Iran und die weitgehende Schliessung der Strasse von Hormuz, einem Nadelöhr des internationalen Energiehandels, durch Teheran liessen die Preise für Benzin und Diesel nach oben schnellen – auch an den Liechtensteiner und Schweizer Tankstellen.
10.04.2026, 09:00
Manna vom Himmel ist ein biblisches Wunder. Manche Wunder sind jedoch irdischer Natur. Wann immer in der Schweiz der Mehrwertsteuersatz erhöht wird, fliesst mehr Geld in die Liechtensteiner Staatskasse. Zwar nicht automatisch, aber im Sinne eines autonomen Nachvollzugs. Liechtenstein und die Schweiz bilden staatsvertraglich ein «Mehrwertsteuerinland».
01.04.2026, 07:00
Gerhard Schwarz hat Zukunft.li seit der Gründung begleitet, zunächst als Ideengeber, dann als Stiftungsrat und Stiftungsratspräsident. Ende März 2026 scheidet er aus dem Stiftungsrat aus. Er ist ehemaliger stv. Chefredaktor der NZZ und ehemaliger Direktor von Avenir Suisse. Heute ist er unter anderem Präsident der Progress Foundation in Zürich.
01.04.2026, 07:00
Ab Anfang April 2026 ist der Liechtensteiner Unternehmer Markus Kaiser Präsident der Stiftung Zukunft.li. Er übernimmt die Funktion von Gerhard Schwarz, der aufgrund der statutarischen Bestimmungen altersbedingt aus dem Gremium ausscheidet. Neu ist Peter Moser, Professor für Volkswirtschaftslehre an der FH Graubünden, Mitglied des Stiftungsrats.
13.03.2026, 07:00
Ein Ereignis, das sehr selten ist, überraschend eintritt und alle erstaunt, wird als schwarzer Schwan bezeichnet. Ein weisser Schwan hingegen ist ein erwartetes und wenig überraschendes Ereignis. Der weisseste aller weissen Schwäne in der Energiewelt ist die Vorhersage eines Erdölschocks, wenn die Strasse von Hormuz, eine Hauptverkehrsader für die Versorgung der Welt mit Erdöl und Erdgas, aus militärischen oder sonstigen Gründen unpassierbar wird.
06.03.2026, 09:00
«Der Krieg ist der Vater aller Dinge und der König aller. Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien.» So beschrieb der griechische Philosoph Heraklit im fünften Jahrhundert vor Christus die rohe Kraft des Krieges.
06.03.2026, 09:00
Wertvolle Fachkräfte gehen dem Arbeitsmarkt verloren, wenn Frauen, die gut ausgebildet sind, nicht oder nur in geringem Pensum erwerbstätig sind. Häufig reduzieren Frauen ihre Erwerbstätigkeit nach der Geburt des ersten Kindes. Dreimal so häufig wie Männer, wie eine Publikation vom Amt für Statistik* zeigt.
06.03.2026, 07:00
Politische Stabilität ist eine Grundlage für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Sie ist einer der Erfolgsfaktoren von Liechtenstein. Aber wie bei allem: Wenn ein Mass überschritten ist, kann eine positive Sache auch ins Gegenteil kippen. So hat der amerikanische Ökonom Mancur Olson 1982 in seinem Buch «Aufstieg und Fall von Nationen» die Gefahren einer verkrusteten Wirtschaft und Gesellschaft beschrieben.
02.03.2026, 11:08
Über das Ende der Globalisierung wird schon seit einiger Zeit heftig diskutiert. Mit der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump in den USA beschleunigt sich diese Diskussion. Das Verhängen von Strafzöllen, um wirtschaftliche und politische Ziele zu verfolgen, ist im Jahr 2025 alltäglich geworden. Das Welthandelssystem ist im Stresstest.
13.02.2026, 07:55
Was verbindet die meisten Olympischen Spiele, das Opernhaus in Sydney und den Suezkanal mit der Debatte um den Spitalneubau in Liechtenstein? Ganz einfach: Grossprojekte kosten in der Regel viel mehr als zuvor geplant, sie dauern zu lange, und die Erwartungen werden häufig nicht erfüllt. Der Ökonom Bent Flyvbjerg, der Jahrzehnte damit verbracht hat, Grossprojekte unter die Lupe zu nehmen, spricht in diesem Zusammenhang von einem «eisernen Gesetz» für den Bau von Brücken, Flughäfen, Tunnels, Spitälern oder Museen.
06.02.2026, 09:00
Die Inhalte der möglichen Landtagsreform sind zwar noch nicht öffentlich bekannt, die Diskussion darüber wurde aber schon lanciert. Dabei steht eine Frage im Mittelpunkt: Braucht es mehr Abgeordnete? Damit verbunden ist die Diskussion um die Abschaffung der Stellvertreterfunktion. Derzeit besteht der Landtag aus 25 «ordentlichen» Abgeordneten und neun Stellvertreterinnen und Stellvertretern. Mit einer Aufstockung sollen die Effizienz und Qualität der parlamentarischen Arbeit erhöht werden.

