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    Briefing
8. Mai 2026

Robuster als gedacht

Krisen, nichts als Krisen. Der Iran-Krieg zeigt auf, wie sehr Nadelöhre wie die Strasse von Hormuz die Weltwirtschaft ins Straucheln bringen können. Im vergangenen Jahr begann der amerikanische Präsident Donald Trump einen Frontalangriff gegen das internationale Handelssystem und verteilte Zollsätze nach Gutsherrenart.

Zuvor bereiteten hohe Inflation, der Anstieg der Energiekosten, die russische Grossinvasion der Ukraine, die weltweite Zunahmen von Industriepolitik, das Coronavirus, der erste Handelskrieg unter Präsident Trump, der Konflikt zwischen den Supermächten China und USA, der Brexit, die Flüchtlingskrise sowie die Finanz- und Schuldenkrise ab dem Jahr 2008 der Weltwirtschaft und dem Welthandel regelmässig Schüttelfrost.

Diese Entwicklung lässt sich auch an einem einfachen Mass für die Globalisierung oder die Intensität des Welthandels ablesen. Die Kurve für den Wert der weltweiten Exporte und Importe im Verhältnis zur globalen Wirtschaftstätigkeit zeigt vor allem in den 1990er Jahren und in der ersten Hälfte der 2000er Jahre steil nach oben. Ab 2008 kommt es jedoch zu einem Bruch. Der Welthandel verlangsamt sich, es kommt zu einer Seitwärtsbewegung.

Angesichts der vielen Krisen und der unzähligen Abgesänge auf die Globalisierung ist dies aber schon eine Leistung. Selbst im vergangenen Jahr zeigte sich der Welthandel trotz aller Unsicherheit robust; zum Teil auch wegen der regen Handelstätigkeit mit Gütern zur Nutzung von künstlicher Intelligenz. Gerade die Corona-Epidemie und die Energiekrise haben zudem gezeigt, wie anpassungsfähig die internationalen Lieferketten sein können. Der Handel mit Dienstleistungen nimmt zudem zu.

Trump hebelte das internationale Handelssystem im vergangenen Jahr auch nicht aus den Angeln, weil andere Staaten grösstenteils keine Vergeltung übten. Die höheren amerikanischen Zölle führten nicht zu einem weltweiten Dominoeffekt. Peking widersetzte sich Washington hingegen heftig, worauf die Amerikaner wieder teilweise zurückruderten. Die scharfe Rhetorik, das Zolltheater, war oftmals wichtiger als die tatsächliche Ausführung. Dennoch sind die amerikanischen Zollsätze so hoch wie schon lange nicht mehr und Bremsspuren spürbar.

Wenn für Liechtenstein der Aussenhandel in Prozent des Bruttoinlandprodukts ausgerechnet wird, zeigt sich auch ein Bruch ab dem Jahr 2008. Diese Quote ist zwar international gesehen sehr hoch, sie ist aber in den vergangenen Jahren stark gesunken. Dies ist keine Entglobalisierung; ein Teil der Erklärung ist vielmehr, dass die Produktion einiger Liechtensteiner Unternehmen vor allem im Ausland wächst.

Das Prinzip, dass internationale Arbeitsteilung für Wohlstand sorgt, gilt immer noch. Gerade die Krisen der vergangenen Jahre zeigen dies eindrücklich. Gleichzeitig ist auch klar, dass eine naive Globalisierungsgläubigkeit fehl am Platze ist.

 

Gerald Hosp

 

Der Text ist am 08. Mai 2026 in «Wirtschaft regional» erschienen.

Bild: Rinson Chory - Unsplash

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