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    Briefing
5. Dezember 2025

Klug prompten

Die Ängste vor Jobverlusten wegen künstlicher Intelligenz (KI) sind gross. Sind diese Sorgen gerechtfertigt? Um das zu beantworten, müssen wir wissen, wie der Einsatz von KI in der Arbeitswelt wirkt. Es vergeht kein Tag, dass nicht über die Zukunft spekuliert wird oder Prognosen abgeliefert werden. Die gute Nachricht ist: Wir wissen bereits mehr über die Wirkungen der KI im Arbeitsmarkt, als die tägliche Diskussion dazu vermuten lässt. Die Entwicklungen folgen erkennbaren Mustern.
  • Einsteigerinnen und Einsteiger haben es derzeit in bestimmten Branchen schwer. Die Vermutung, dass dies auf KI zurückzuführen ist, ist besonders in der Tech-Branche plausibel. Im Tech-Bereich ist naturgemäss bereits ein Grossteil der Aufgaben von KI betroffen. Das ist gleichzeitig gut für die Weiterentwicklung des Unternehmens und schlecht für junge Menschen, die in den Beruf einsteigen möchten. Studien zeigen, dass vor allem IT-Neulinge und nicht die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten von KI ausgebremst werden. Für Unternehmen lohnt es sich offenbar häufig nicht mehr, Neulinge einzustellen, weil die KI schon vieles übernimmt. Es stellt sich aber die Frage: Woher sollen dereinst die erfahrenen KI-Experten kommen?
  • Technologien treffen den Arbeitsmarkt in zwei Wellen. Die Angst vor einer Arbeitslosigkeit, die durch KI ausgelöst wird, ist zwar berechtigt, aber nur in der kurzen Frist. Langfristig überwiegen in der Regel die positiven Effekte. Dies hat mehrere Gründe: Erstens wird es neue Jobs geben, wie die KI-Beraterin oder den Datenkurator. Zweitens werden Menschen durch den Einsatz von KI besser in ihren Jobs. Dies kann so weit gehen, dass jemand, der zuvor eine Aufgabe nicht ausführen konnte, durch KI dazu befähigt wird. Negativer Nebeneffekt: Die Löhne in solchen Berufen tendieren nach unten. Drittens, der Kuchen wird grösser. Höhere Produktivität feuert die Wirtschaft an und damit auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. 
  • KI bringt nur dann Mehrwert, wenn sie sich nicht selbst frisst. KI kann etwas, das «unintelligente» Roboter oder Softwareprogramme nicht können. Sie lernt Dinge, ohne dass ihr die Regeln erklärt werden müssen. So kann KI besser als Menschen Muster erkennen. Die maschinelle Unbestechlichkeit hat auch Vorteile: Dadurch können beispielsweise unbewusste Vorurteile bei der Durchsicht von Bewerbungen sichtbar gemacht werden. Das hat aber auch Grenzen: Wenn KI-generierte Bewerbungsunterlagen von KI analysiert werden, füttert die Technologie sich selbst. So wird es schwieriger, Nuancen, die für die richtige Wahl der neuen Mitarbeiterin wichtig wären, herauszufiltern. 
  • Rahmenbedingungen spielen eine grosse Rolle. Unterschiede in der Wirtschaftsstruktur, in der Arbeitsmarktregulierung oder im Anteil an Berufen, die stark von KI betroffen sind, haben einen Einfluss darauf, wie KI im Arbeitsmarkt wirkt. Diese institutionellen Bedingungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Von einer Studie aus den USA auf Zukunftsszenarien in Liechtenstein zu schliessen, ist daher nicht immer sinnvoll. Untersuchungen aus der Schweiz geben uns bessere Anhaltspunkte. Die Beobachtung des KOF Instituts, dass KI bereits heute Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit hat, ist also ein Hinweis darauf, dass der KI-Wandel auch in Liechtenstein schon angekommen ist.
  • Bildung wird bereits neu gedacht. Lebenslanges Lernen ist keine leere Phrase, sondern hat eine zentrale Bedeutung im KI-Zeitalter. Was Schülerinnen und Schülern vermittelt wird, ist stets im Wandel. In meiner Schulzeit hiess es, dass es nicht mehr darum ginge, Inhalt auswendig zu lernen. Die Devise war: Wir sollen lernen, wie wir schnellstmöglich zur relevanten Information kommen. Also «klug googeln». In das KI-Zeitalter übersetzt heisst es nun: «klug prompten».
  • Der KI-Wandel betrifft vor allem die Aufgaben und Berufe und nicht die Menschen dahinter. Das heisst, während sich die Aufgaben verändern oder wegfallen, können Menschen weiterhin wichtige Beiträge liefern. Nur eben anders als zuvor.

Das, was sich bereits abzeichnet, sollte uns nicht lähmen, sondern zum Handeln bewegen. Wer die Muster erkennt, kann den Wandel aktiv mitgestalten, statt nur zu reagieren.

 

Theresa Goop


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