Grafik des Monats: Drama und Wirkung
Im Juli 2026 erhöhte dann Trump für 60 Länder den Basiszoll - diese Staaten gehen angeblich nicht entschieden genug gegen Zwangsarbeit vor. Unter diesen Ländern befindet sich auch die Schweiz, die einen Zoll von 12,5 Prozent aufgebrummt bekommen hat, während die EU-Länder zehn Prozent zahlen müssen. Bei diesen Zollsätzen handelt es sich um eine Art Mindestwert. Das letzte Wort aus Washington ist damit aber sicherlich nicht gesprochen.
Liechtenstein gehört nicht zu diesen 60 Ländern, auch wenn sich das Land in einer Zollunion mit der Schweiz befindet. Indirekt sind Liechtensteiner Unternehmen aber über die Schweiz, die EU oder andere Länder betroffen. Wie hat sich bisher der Zollhammer von Trump ausgewirkt?
Die Liechtensteiner Exporte im Jahr 2025, als Trump seine zweite Amtsperiode angetreten ist, sind im Vergleich mit den durchschnittlichen Ausfuhren von 2022 bis 2024 laut US-Zolldaten um neun Prozent gesunken - gemessen in Dollar. Zahlen vom Schweizer Zoll zeigen für diesen Zeitraum einen Rückgang von 16 Prozent in Franken. In diesem Jahr sind die Exportzahlen abermals schwächer, aber nicht dramatisch. Eine Deutung ist, dass die Liechtensteiner Produkte wegen ihrer Qualität auch trotz hoher Zölle nachgefragt werden.
Gerald Hosp

